Wer ist eigentlich Hoste Hainse?

Hoste Hainse ist eine kleine gemeinnützige Organisation in Kathmandu/Nepal, die Großes leistet. Gegründet wurde die Organisation 1990 von Sulo Shrestha-Shah, einer Nepalesin, die in Deutschland studiert hat und in ihr Heimatland zurückgekehrt ist, um ihre Landsleute vor Ort zu unterstützen.

 

Hoste Hainse ist nepalesisch und bedeutet übersetzt „hau ruck“, der meistgenutzte Begriff in Nepal, wenn es darum geht gemeinschaftlich an neuen Herausforderungen zu arbeiten. Die größte Herausforderung von Hoste Hainse befindet sich in den ärmsten Distrikten Nepals (z.B. Sarlahi, Jhapa, Sindhupalchowk), denn das Ziel von Hoste Hainse ist es, unterprivilegierten Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Kinderarbeit durch Bildungsarbeit zu bekämpfen.

 

Ursprünglich hatte Sulo die Absicht durch Hoste Hainse gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten des Schwesterunternehmens Formation Carpets zu gewährleisten, ein profitorientierter Teppichhersteller. Im Vordergrund stand für Sulo vor allem Frauen zu fördern, die in Nepal noch immer benachteiligt werden. Zu den ersten Meilensteinen von Hoste Hainse zählen die Einrichtung von Tageseinrichtungen und Vorschulprogrammen für die Kinder der Angestellten von Formation Carpets. Somit sollte sichergestellt werden, dass die Kinder nicht im Schoß der Mutter liegen oder auf der Straße spielen, während diese arbeiten. Als die Kinder größer wurden, hat Hoste Hainse Stipendien vergeben, damit die Kinder zur Schule gehen konnten. Seitdem ist Hoste Hainse im Education-Sektor aktiv.

 

In den letzten 20 Jahren hat sich Hoste Hainse zu einer Organisation entwickelt, die durch den Bau und Erhalt eigener Schulen inzwischen rund 2.500 der ärmsten Kinder Nepals unterstützt, unter anderem in den Distrikten Sarlahi, Sindhupalchowk und Jhapa. Damit ermöglicht Hoste Hainse den Kindern Zugang zu Bildung und legt damit den Grundbaustein für ein selbstbestimmtes Leben außerhalb der Armut.

Die Schulprojekte von Hoste Hainse sind überaus erfolgreich. So weisen die Schulen in Sarlahi, dem zweitärmsten Distrikt Nepals, eine Schulabschlussrate von über 90% auf, wohingegen die durchschnittliche nationale Schulabschlussrate bei 40% liegt. Einige Schüler sind nach ihrem Schulabschluss nach Kathmandu gezogen, um dort zu studieren und haben anschließend einen gut bezahlten Job gefunden. Das Ziel ist es, diese Erfolge zu halten bzw. zu erhöhen.

 

Die Schulprojekte werden überwiegend durch regelmäßige, internationale Spenden und die nepalesischen Regierung finanziert. Das Geld wird insbesondere für die Instandhaltung sowie die Weiterentwicklung der Schulen und die Bezahlung der Lehrer verwendet. Um sich mittel- bis langfristig von den Spendengeldern zu lösen, wird ein Teil des Geldes in sogenannte Income Generation Projekteinvestiert. In Sarlahi wurde beispielsweise bereits ein Fishfarming Projekt gestartet, damit sich die Dörfer langfristig selber versorgen und das dadurch gewonnene Geld u.a. in Schulbildung investieren können. Zudem wurden in der Vergangenheit einige Büffel an Dörfer gespendet, damit die Einwohner diese für Landwirtschaft, Milcherzeugnisse und Fleischgewinnung nutzen konnten. Derzeit wird an einer Fortsetzung dieses Projektes gearbeitet und ein Konzept für Milchverarbeitung erstellt (dazu gibt es bald nähere Informationen). Solche Projekte sollen auch in Zukunft weiterentwickelt und gefördert werden. Unsere Spendengelder werden wir ausschließlich für Income Generation Projekte zur Verfügung stellen, da wir davon überzeugt sind, dass sich Nepal von der Spendenabhängigkeit lösen muss. 

 

Detailliertere Informationen zu den Projekten erhaltet ihr in den nächsten Blogbeiträgen.

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