Die Idee lag zum Greifen nahe...

Unser Ziel: Nepal und die Organisation Hoste Hainse auch nach unserem Einsatz vor Ort weiterhin zu unterstützen!

 

Obwohl die Menschen vor Ort so wenig haben, haben sie immer alles mit uns geteilt, haben uns in ihre Hütten eingeladen, uns Tee gekocht oder Dal Bhat angeboten. Gastfreundschaft wird hier ganz groß geschrieben und obwohl Gastfreundschaft mit Sicherheit auch woanders zu finden ist, konnten wir es hier das erste Mal so intensiv erleben. Deswegen stand für uns schon vor unserer Weiterreise nach Singapur fest, dass wir uns gerne weiterhin für Nepal engagieren und Hoste Hainse unterstützen möchten. Die Frage war nur wie?

 

Zuerst kam uns die Idee, Teppiche von Formation Carpets (Schwesterunternehmen) nach Deutschland zu importieren und zu verkaufen. Doch obwohl uns die Teppiche überaus gut gefallen, haben wir leider doch zu wenig Passion und Ahnung vom Teppichgeschäft. Da diese zudem noch sehr teuer sind, war uns das Risiko zu groß.

 

Als ich dann angefangen habe, einen Kaschmirschal nach dem anderen zu kaufen, war die Idee geboren. Sie lag zum Greifen nahe, es hat nur einen Moment gedauert, bis wir das für uns verstanden haben. Ich liebe Tücher, klein – groß, fein – grob, bunt – einfarbig ....! Von da an habe ich umso mehr Tücher gekauft und konnte Martin gegenüber immer sagen: „Wir brauchen das als Sample für zu Hause!“. Das war das erste Mal, dass Martin geduldig mit mir Shoppen gegangen ist und sich für die Produkte interessiert sowie begeistert hat. Es hat übrigens nicht lange gedauert, bis auch seine Sample-Kollektion auf eine betrachtliche Anzahl an Schals gewachsen ist ;)

 

Sulo, die Gründerin von Hoste Hainse, die schon so jedes denkbare Business in Nepal gestartet hat (unter anderem natürlich auch eine Kaschmirproduktion), hat uns den Kontakt zu kleineren Schal-Manufakturen hergestellt, die wir dann während unserer Zeit in Nepal neben der Arbeit bei Hoste Hainse besucht haben. Dort haben wir so bezaubernde Schals, Tücher und Decken gesehen, dass ich am liebsten meinen gesamten Backpack damit gefüllt hätte. Wäre da nur nicht immer das Problem mit dem Platz.... Nach strengen Kriterien (z.B. faire Produktionsbedingungen) haben wir dann die für uns passenden Hersteller ausgesucht und sogar schon erste Preisverhandlungen geführt! Da wir die Idee aber erst noch mal überdenken und weiter ausbauen wollten, musste die erste Bestellung noch etwas warten.

 

Die weiteren 3 Monate unseres Sabbaticals haben wir intensiv für lange Diskussionen, die Ausarbeitung von Konzepten, die Auswahl der Produkte, etc. genutzt. Auch unsere Freunde waren sofort von unserer Idee und den Schals begeistert. Vor allem das Vorhaben, einen Teil unseres Erlöses an Hoste Hainse zu spenden, fand großen Anklang. Das hat uns umso mehr darin bekräftigt, den Weg weiterzugehen. Da uns jedoch unsere Berufe in Deutschland ziemlich in Anspruch nehmen, hat es einige Zeit gedauert, bis wir uns nach unserer Rückker wieder intensiv dieser Idee und vor allem der Umsetzung widmen konnten. Aber gesagt getan: Am 8. Dezember sind Martin und ich gemeinsam zum Gewerbeamt gegangen und haben unser Business offiziell angemeldet. Wir können uns jetzt Unternehmensgründer und Geschäftsführer nennen, ist das aufregend! Inzwischen steht auch unsere Webseite schon so weit, dass du den Weg hiergefunden hast und diesen Beitrag liest :=) Genauso freut es uns, dass wir bereits unsere ersten Schals verkauft haben und unsere Kunden rundum zufrieden damit sind. Es gab sogar schon Bestellungen für die Mutter und den Opa!

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